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	<title>Glossar &#8211; Ingenius Heimdall</title>
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	<description>IT-Infrastruktur &#38; IT-Sicherheit im Ruhrgebiet</description>
	<lastBuildDate>Mon, 07 Sep 2026 06:30:33 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Glossar IT für Entscheider: 40 Begriffe ohne IT-Sprech</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Samuel Kisser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Sep 2026 06:30:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Glossar]]></category>
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					<description><![CDATA[Vierzig Begriffe aus Angeboten, Dienstleistergesprächen und Kundenfragebögen – erklärt in der Sprache, in der Sie über Ihr Geschäft reden. Mit dem Satz, der für die Entscheidung zählt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Angebot liegt auf dem Tisch, drei Seiten, und auf jeder stehen Wörter, die man nicht nachfragen mag: Endpoint Protection, MFA, RPO, Patch-Management. Man nickt, unterschreibt oder legt es weg – beides aus demselben Grund. Dieses Glossar ist für den Moment davor. Vierzig Begriffe, die in Angeboten, in Gesprächen mit IT-Dienstleistern und in den Fragebögen Ihrer Kunden auftauchen, erklärt in der Sprache, in der Sie auch über Ihr Geschäft reden.</p>
<p>Alphabetisch, ein Begriff pro Abschnitt, jeweils mit dem Satz, der für die Entscheidung zählt. Fehlt einer, den Sie gerade brauchen: Schreiben Sie uns, wir ergänzen ihn.</p>
<h2>Von A bis Z</h2>
<h3>Active Directory / Entra ID</h3>
<p>Das zentrale Verzeichnis, in dem Benutzer, Geräte und Rechte eines Unternehmens verwaltet werden. Active Directory läuft auf einem eigenen Server, Entra ID ist die Cloud-Variante von Microsoft. Wer sich morgens am Rechner anmeldet, tut das gegen dieses Verzeichnis.</p>
<h3>Administratorrechte</h3>
<p>Die Berechtigung, an einem Rechner oder System alles zu ändern – Programme installieren, Einstellungen umstellen, Schutz abschalten. Im Alltag sollte niemand damit arbeiten; Schadsoftware erbt die Rechte des Nutzers, der sie öffnet.</p>
<h3>Awareness</h3>
<p>Das Wissen der Mitarbeiter darüber, wie Angriffe aussehen und wie man sich verhält – meist vermittelt durch kurze Schulungen und simulierte Phishing-Mails. Die günstigste Schutzmaßnahme mit der größten Wirkung.</p>
<h3>Backup</h3>
<p>Eine Kopie von Daten aus der Vergangenheit, die sich nicht mehr verändert und aus der sich ein früherer Zustand wiederherstellen lässt. Kein Sync, kein RAID, kein Cloud-Speicher – siehe 3-2-1-Regel.</p>
<h3>3-2-1-Regel</h3>
<p>Drei Kopien der Daten, auf zwei verschiedenen Medien, davon eine außer Haus. Die Faustregel für ein Backup, das auch Brand, Diebstahl und Verschlüsselungsangriffe überlebt.</p>
<h3>Bedingter Zugriff (Conditional Access)</h3>
<p>Regeln in Microsoft 365, die festlegen, unter welchen Bedingungen eine Anmeldung erlaubt ist: nur mit zweitem Faktor, nur von verwalteten Geräten, nicht aus bestimmten Ländern. Der wirksamste Schutz gegen gestohlene Passwörter.</p>
<h3>BSI</h3>
<p>Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Die deutsche Behörde für IT-Sicherheit; veröffentlicht Warnungen, Empfehlungen und den IT-Grundschutz, an dem sich viele Standards orientieren.</p>
<h3>Cloud</h3>
<p>Rechenleistung und Speicher, die nicht im eigenen Haus stehen, sondern bei einem Anbieter gemietet werden – Microsoft 365, Google Workspace, Hetzner, AWS. Die Daten liegen dort, die Verantwortung dafür bleibt beim Unternehmen.</p>
<h3>DIN SPEC 27076</h3>
<p>Ein Standard für IT-Sicherheitsberatung in kleinen und Kleinstunternehmen. Er definiert Prüfbereiche – Organisation, Identitäten, Backup, Netzwerk, Endgeräte, Cloud und weitere –, entlang derer ein Sicherheitscheck strukturiert abläuft.</p>
<h3>DMARC, DKIM, SPF</h3>
<p>Drei Verfahren, mit denen eine Domain festlegt, wer in ihrem Namen E-Mails verschicken darf. Richtig gesetzt, verhindern sie, dass Angreifer Mails mit Ihrer Absenderadresse fälschen – und sie sorgen dafür, dass Ihre eigenen Mails nicht im Spam landen.</p>
<h3>DSGVO</h3>
<p>Datenschutz-Grundverordnung. Regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten in der EU. Für die IT relevant: technische und organisatorische Maßnahmen (TOM), Meldepflicht bei Datenpannen innerhalb von 72 Stunden, Verträge mit Dienstleistern (Auftragsverarbeitung).</p>
<h3>EDR</h3>
<p>Endpoint Detection and Response. Der Nachfolger des klassischen Virenschutzes: beobachtet das Verhalten auf Rechnern und Servern, erkennt verdächtige Abläufe und kann sie stoppen. Wird von einem Menschen oder Dienstleister überwacht, sonst ist es nur ein Alarm, den niemand hört.</p>
<h3>Endgerät (Endpoint)</h3>
<p>Jedes Gerät, an dem Menschen arbeiten oder das Daten verarbeitet: Rechner, Laptop, Smartphone, Tablet, Drucker. Der Ort, an dem die meisten Angriffe beginnen.</p>
<h3>Firewall</h3>
<p>Ein Gerät oder Programm, das den Datenverkehr zwischen Netzen kontrolliert – zwischen Internet und Firmennetz, aber auch zwischen Bereichen im Haus. Der Router vom Internetanbieter ist keine Firewall im Unternehmenssinn.</p>
<h3>Geldwäschegesetz (GwG)</h3>
<p>Verpflichtet bestimmte Berufsgruppen – darunter Immobilienmakler – zur Identifizierung ihrer Vertragspartner und zur Aufbewahrung der Unterlagen. Für die IT: Ausweiskopien brauchen einen geschützten Ablageort und eine Löschroutine.</p>
<h3>Härtung (Hardening)</h3>
<p>Ein System so einrichten, dass es nur das kann, was es können muss: unnötige Dienste aus, Standardpasswörter weg, Rechte reduziert, Protokollierung an. Die Grundeinstellungen der meisten Systeme sind auf Komfort ausgelegt, nicht auf Sicherheit.</p>
<h3>Identität</h3>
<p>In der IT: ein Benutzerkonto mit allem, was daran hängt – Passwort, zweiter Faktor, Rechte, Geräte. Die Identität ist heute das, was Angreifer stehlen wollen; das Netzwerk ist zweitrangig geworden.</p>
<h3>ISMS</h3>
<p>Informationssicherheits-Managementsystem. Die organisierte, dokumentierte Art, Sicherheit im Unternehmen zu betreiben: Verantwortlichkeiten, Regeln, Prüfungen, Verbesserung. Für kleine Unternehmen meist überdimensioniert; die Grundgedanken – jemand ist zuständig, es wird geprüft, es wird dokumentiert – gelten trotzdem.</p>
<h3>Managed Service</h3>
<p>Eine IT-Leistung, die ein Dienstleister laufend erbringt und verantwortet – Betrieb, Überwachung, Updates, Support – statt auf Zuruf abgerechneter Einzelaufträge. Die Grundlage laufender IT-Betreuung.</p>
<h3>MFA / 2FA</h3>
<p>Mehr-Faktor- beziehungsweise Zwei-Faktor-Anmeldung. Zusätzlich zum Passwort ist ein zweiter Nachweis nötig: eine App auf dem Handy, ein Sicherheitsschlüssel, ein Fingerabdruck. Verhindert den Großteil aller Kontoübernahmen.</p>
<h3>Monitoring</h3>
<p>Die laufende Überwachung von Systemen: Ist der Server erreichbar, ist die Platte voll, ist das Backup gelaufen, gibt es Fehler. Ohne Monitoring erfährt das Unternehmen von Problemen zuerst von seinen Mitarbeitern.</p>
<h3>NAS</h3>
<p>Network Attached Storage – ein Speichergerät im Netzwerk für Dateien, oft von Synology oder QNAP. Für kleine Unternehmen ein gängiger Ersatz für den Dateiserver. Braucht Updates, Zugriffsschutz und ein Backup wie jeder Server.</p>
<h3>Netzwerksegmentierung</h3>
<p>Die Aufteilung des Firmennetzes in getrennte Bereiche – Arbeitsplätze, Server, Gäste, Drucker, Kameras –, zwischen denen die Firewall den Verkehr kontrolliert. Ein Vorfall im Gastnetz bleibt so im Gastnetz.</p>
<h3>NIS2</h3>
<p>EU-Richtlinie zur Netz- und Informationssicherheit, in Deutschland durch ein Umsetzungsgesetz in Kraft gesetzt. Verpflichtet Unternehmen bestimmter Sektoren ab bestimmter Größe zu Risikomanagement, Meldungen und Nachweisen – und wirkt über die Lieferkette auch auf kleinere Zulieferer.</p>
<h3>Notfallplan</h3>
<p>Die Antwort auf die Frage „Was tun, wenn?&#8220; – auf Papier, außerhalb der Systeme, mit Telefonnummern, Reihenfolge und Zuständigkeiten. Siehe unser Notfallfahrplan für die ersten 24 Stunden.</p>
<h3>Offboarding</h3>
<p>Der geregelte Ablauf, wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt: Konten sperren, Zugänge entziehen, Geräte zurücknehmen, Postfach übergeben. Am letzten Arbeitstag, nach Liste.</p>
<h3>Patch / Update</h3>
<p>Eine Korrektur des Herstellers, die Fehler behebt – sehr oft Sicherheitslücken. Die meisten erfolgreichen Angriffe nutzen Lücken, für die es längst einen Patch gab.</p>
<h3>Passwort-Manager</h3>
<p>Ein Programm, das Passwörter erzeugt, verschlüsselt speichert und ausfüllt – für das ganze Team, mit Freigaben statt Zetteln. Die einzige praktikable Art, überall verschiedene, lange Passwörter zu benutzen.</p>
<h3>Phishing</h3>
<p>Betrug per E-Mail, SMS oder Anruf mit dem Ziel, Zugangsdaten, Geld oder Zugriff zu erlangen. Erkennbar an der Mechanik – Dringlichkeit, ungewöhnliche Handlung, Link zur Anmeldung – nicht mehr an Rechtschreibfehlern.</p>
<h3>Ransomware</h3>
<p>Schadsoftware, die Daten verschlüsselt und Lösegeld verlangt. Angreifer sind meist Wochen vorher im Netz, kopieren Daten ab und verschlüsseln zuletzt auch die Backups, die sie erreichen können.</p>
<h3>RAID</h3>
<p>Ein Verbund mehrerer Festplatten, der den Ausfall einer Platte verkraftet. Schützt vor Hardwaredefekt, nicht vor Löschen, Verschlüsselung oder Fehlbedienung – deshalb kein Ersatz für ein Backup.</p>
<h3>Rechtekonzept</h3>
<p>Die dokumentierte Festlegung, wer worauf zugreifen darf – nach Rolle, nicht nach Person. Verhindert, dass der Praktikant die Gehaltslisten und der Vertrieb die Konstruktionsdaten sieht.</p>
<h3>SLA</h3>
<p>Service Level Agreement – die vertragliche Zusage eines Dienstleisters über Reaktionszeiten, Verfügbarkeit und Leistungsumfang. Ohne SLA gibt es keine verbindliche Reaktionszeit, nur Goodwill.</p>
<h3>Sync</h3>
<p>Die Spiegelung von Dateien zwischen Geräten und Cloud – OneDrive, Dropbox, Google Drive. Praktisch für die Zusammenarbeit, ungeeignet als Backup: Löschungen und Verschlüsselungen werden mitgespiegelt.</p>
<h3>TOM</h3>
<p>Technische und organisatorische Maßnahmen – der DSGVO-Begriff für alles, was personenbezogene Daten schützt: Zugriffskontrolle, Verschlüsselung, Backup, Schulung, Dokumentation. Bei einem Vorfall die erste Frage der Aufsichtsbehörde.</p>
<h3>USV</h3>
<p>Unterbrechungsfreie Stromversorgung – eine Batterie, die Server und Netzwerk bei Stromausfall für Minuten weiterversorgt und ein sauberes Herunterfahren erlaubt. Verhindert Datenverlust durch abrupten Ausfall.</p>
<h3>VLAN</h3>
<p>Virtual LAN – die technische Umsetzung der Netzwerksegmentierung: getrennte Netzbereiche über dieselben Kabel und Geräte, kontrolliert durch die Firewall.</p>
<h3>VPN</h3>
<p>Virtual Private Network – ein verschlüsselter Tunnel zwischen einem Gerät oder Standort und dem Firmennetz. Sichert die Verbindung, nicht das Gerät: Ein verseuchter Rechner bringt seine Schadsoftware durch den Tunnel mit.</p>
<h3>Wiederherstellung (Restore)</h3>
<p>Das Zurückspielen von Daten oder Systemen aus dem Backup. Der einzige Beweis, dass ein Backup funktioniert – deshalb wird sie regelmäßig geprobt, mit Datum dokumentiert.</p>
<h3>Zero Trust</h3>
<p>Ein Sicherheitsprinzip: Kein Gerät und kein Nutzer gilt als vertrauenswürdig, nur weil er im Firmennetz ist. Jeder Zugriff wird geprüft – Identität, Gerät, Kontext. In kleinen Unternehmen praktisch umgesetzt durch Zwei-Faktor-Anmeldung, bedingten Zugriff und Netzwerksegmentierung.</p>
<h2>Was Sie mit den Begriffen anfangen</h2>
<p>Nicht auswendig lernen. Beim nächsten Angebot die Wörter nachschlagen, die Sie nicht kennen, und dann eine Frage stellen, die Ihnen vorher nicht möglich war: „Sie schreiben Endpoint Protection – wer schaut bei Ihnen auf die Meldungen?&#8220; Ein Dienstleister, der darauf eine klare Antwort hat, ist meist der richtige. Einer, der ausweicht, hat Ihnen gerade auch etwas gesagt.</p>
<p>Wenn Sie lieber gemeinsam durch ein Angebot oder einen Kundenfragebogen gehen wollen, ist das ein normaler Fall für das <a href="/erstgespraech/">Erstgespräch</a>. Wir übersetzen, und Sie entscheiden.</p>
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